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Die Essays
     
 

29.03.2011

Beobachtungen eines unheilbaren Weltversessenen (5)

Es gibt keine dummen Antworten, es gibt nur
dumme Fragen, und vielleicht gibt es sogar nur dumme Fragen.

Es gibt keine Dummen, die antworten, es gibt nur Dumme, die fragen.

Haben wir aber einmal zu fragen begonnen, dann sind es die Erfahrungen in denen wir immer schon drinstecken, die uns an den Sohlen kleben.

Die Beobachtung ist Grenze und die Grenze ist Beobachtung: die Vernichtung der Einheit. Die nach David Spencer-Brown nur noch als Trinität zu haben ist: "Um eines zu beobachten, muss man zwei definieren. Um zwei zu definieren, muss man drei bezeichnen."

Real ist das, was wir nicht bezeichnen können: die Welt. Das Reale ist, was wir durch die Bezeichnung (Referenz) zerlegen. Die Wirklichkeit ist das sichtbar (bezeichnet) und unsichtbar Gemachte zu gleicher Zeit: die Form. Die Bezeichnung zerstört die Welt, macht aus der Realität etwas Bezeichnetes und Wirkliches, und einen unbeobachteten Rest.

Bei Luhmann ist nachzulesen: Jede beobachtbare Beobachtung ist Verletzung der Welt. Sie eröffnet die Möglichkeit ihrer Verneinung, sie konstituiert dadurch Sinn. (vgl. Luhmann, Niklas, Wissenschaft der Gesellschaft) Die Beobachtung versetzt durch ihre Unterscheidung das, was geschieht in den Modus der Kontingenz. Sinn ist die Form des Umgangs sinnorientierter Systeme mit Komplexität.

Kultur ist das aneinander Koppeln von individueller Disposition mittels Kommunikation.

Wohlstand erstickt alles Wertvolle. ...

 

 
   
 
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